Warum tut sich oft trotz jahrelanger klassischer
Trauma-, Körper- oder spiritueller Arbeit nicht viel?

☸ڿڰۣ—☸ڿڰۣ ☸ڿڰۣ—☸—☸ڿڰۣ ☸ڿڰۣ—☸ڿ ☸ڿڰۣ—☸

Zu mir kommen immer wieder Menschen, bei denen sich - trotz jahrelanger Trauma- und spiritueller Arbeit - nichts verändert hat, im Gegenteil, mehr als einmal waren meine Klienten zutiefst frustriert, enttäuscht, ja, retraumatisiert von der klassischen Traumatherapie bzw. Satsang und total überrascht, was sich dann in einer einzigen Sitzung „Freie Traumatherapie“ tat.

Warum das?

1. Weil es noch immer üblich ist, mit Traumata wie überhaupt mit psychischen Problemen hauptsächlich mental zu arbeiten.

Ich ahne, dass der Grund darin liegt, dass viele Therapeutinnen selbst zutiefst traumatisiert sind, sich dessen aber nicht nur nicht bewusst sind, sondern ihren Klientinnen gegenüber ihre eigenen Traumata unbewusst abwehren - ebenso wie viele spirituelle Lehrerinnen, Gurus und Satsanganbieterinnen.

Nur: Eine Therapeutin oder spirituelle Lehrerin, die ihre eigenen Traumata nicht aufgearbeitet hat und weiterhin bearbeitet, hält ihre Klientinnen bzw. “Schülerinnen” in einer Art unbewussten Abhängigkeit, da sie selbst nicht aus der Freiheit handelt, sondern aus der Abwehr des Trennungsschocks. Sie sucht Liebe, Anerkennung und Zuwendung - durch die Klientinnen oder Schülerinnen! Diese sind dadurch nicht in der Lage, sich den Schmerzen ihrer Kindheit zu stellen, d. h. sie haben kaum bis keinen Zugang zu ihrem zutiefst traumatisierten Körper, von dem sie sich ja abgetrennt haben.

Aber
Traumata lassen sich nicht ohne den Körper lösen!

2. Nun gibt es seit Wilhelm Reich auch sehr viele körpertherapeutische Ansätze und Therapeuten, die es dem Klienten ermöglichen, das Trauma und seine Begleiterscheinungen im Körper aufzuspüren und zu entladen. Vor allem Stephen Levine und Bessel von der Kolk haben viel dazu beigetragen. Allerdings kann auch das jahrelang und wiederholt geschehen, ohne dass eine echte Veränderung im Alltag zu erkennen ist, d. h. die alten Muster werden weiter re-inszeniert und auch die körperlichen, oft chronischen Folgeerscheinungen bleiben.

Das hat meiner Beobachtung gemäß mehrere Ursachen: Eine rein körperliche wie emotionale Entladung ist sehr angenehm, aber damit hat die Klientin den Ursprung ihrer Probleme noch nicht durchschaut, ihre Wünsche noch nicht in die Tat umgesetzt, und damit noch
keine neuen Erfahrungen gemacht. In anderen Worten, sie löst kurzfristig die emotionale und körperliche Anspannung, lebt aber noch immer mit den in ihr über Jahre gefestigten körperlichen, Glaubens-, Verhaltens-, Fühl- und Kompensationsmustern.

Denn diese sind fest im Körpergeist verankert und müssen bis zu ihrem Ursprung verfolgt werden.
Es muss erfühlt, empfunden und durchschaut werden, welche Erfahrung sie wie genau abwehrt - bis zu Ende. So sehr ich die Arbeit von Stephen Levine und das von ihm entwickelte Somatic Experincing schätze, finde ich es auch hier schade, dass nur bis zu einem bestimmten Punkt gearbeitet wird. Dadurch bleiben alle durch das Ursprungs- bzw. Entwicklungstrauma entwickelten Überlebensstrategien sowie die Identifikation damit erhalten!

3. Auch die Fähigkeit zu erkennen, wie sich die Klientin davon abhält, an ihre Themen zu kommen, ihre Wünsche und Ziele umzusetzen, kurz: glücklich, zufrieden und auf ihre ganz eigene Art erfolgreich zu sein, sind elementar und werden bei den meisten Traumatherapien vernachlässigt.

Aber wenn dies nicht berücksichtigt wird, bleibt die Klientin weiter ihren Eltern, den erfahrenen Traumata und
den daraus resultierenden, unbewussten Entscheidungen, die sie getroffen hat, treu, nicht Dem, was ganz natürlich in ihr lebendig ist. 4. Sie identifiziert sich also weiterhin mit dem traumatisierten, verlassenen, sich ungeliebt fühlenden, inneren Kind und seinen Abwehrstrategien und projiziert diese Themen eifrig auf ihre Außenwelt, auch auf die Therapeutin, die sie womöglich sogar noch darin bestärkt.

Kurz: Nichts mit Bewusstheit, Authentizität und Leben in der Gegenwart! Das innere Kind und seine Vergangenheit haben sie fest im Griff. Der innere Erwachsene ist hypnotisiert (mehr zu dem Thema Traumatische Trancen siehe in meinem E-Book „Das innere Kind und die Stille“).

Erkenntnis allein - und mag sie noch so tief sein - bewirkt meiner Erfahrung gemäß auf Dauer kaum etwas. Es braucht die emotionale wie körperliche unmittelbare Erfahrung des Ursprungstraumas und der daraus entstandenen Kompensationsstrategien - aus der Stille! Und dadurch das Sehen, dass du all das nicht bist, ja, nie warst.

Es braucht also eine klare, eindeutige Desidentifikation
.

Und diese kann eben nur geschehen,
wenn du dir deiner körperlichen, emotionalen wie mentalen traumatischen Muster bewusst wirst, ja, wenn du dich mit diesen “anfreundest”, d. h. Mitgefühl für sie und dich entwickelst und Frieden mit ihnen schliesst.

Denn solange die Klientin sie bewusst oder unbewusst abwehrt, haben sie Macht über sie. Das heißt, erst, wenn sie - immer und immer wieder - klar sieht, dass sie NICHT dieses traumatisierte innere Kind, noch die damit erworbenen Gedanken, körperlichen Spannungsmuster und die abgewehrten Gefühle ist, sie aber zugleich - ebenfalls immer wieder - vollkommen zulassen, bis zu Ende ansehen und fühlen kann, können sie sich auflösen.

Dies wiederum geht nur, wenn sie - immer wieder - klar sieht,
wer bzw. was sie wirklich ist.

Keine bisherige, mir bekannte, Traumatherapie ermöglicht dies bisher. Das ist eine der Besonderheiten der Freien Traumatherapie und hierin liegt auch das Wort “frei” begründet. Denn erst dann bist du wirklich frei.

5. Und: N
ur eine Therapeutin, die diese Prozesse selbst durchlaufen hat, bei der Erwachen geschehen ist, das sich zudem bereits verkörpern, d. h. tief im Körper verankern konnte und weiter tut, kann dich dorthin und darin begleiten, mit all dem zu sein, anstatt sich damit immer wieder neu zu identifizieren. Eine Begleiterin, die dort noch nicht steht, wird bestimmte Erfahrungen deshalb bei sich und damit bei ihren Klientinnen unbewusst abblocken.

Logisch, oder?

All das erst schafft den Raum, vollkommen neue Erfahrungen zu ermöglichen und diese dann auch im Alltag umzusetzen.

Und: Der Körper dient immer weniger als Speicher für die abgetrennten Gefühle und muss nicht mehr die sich ständig wiederholenden inneren Spannungszustände “verdauen”. Somit kann auch er sich im wahrsten Sinne des Wortes “entspannen” und die oft chronisch gewordenen Folgekrankheiten gehen lassen.

6. Hierzu ist u. a. auch elementar aus eigener Erfahrung und Beobachtung zu wissen,
wie sich ein durchlässiger, transparenter, freier Körper anfühlt, um immer wieder dorthin zurückkehren zu können. Ein Körper, bei dem z. B. der Atem v. a. in Bauch, Brust, Rücken, Becken und Armen nicht frei fließt, kann Gefühle nicht bis zu Ende zulassen. Sie können sich also nicht wirklich ausdehnen und dadurch auch nicht verbrennen.

7. Ein ebenso wichtiger Punkt, den ich im Rahmen der Freien Traumatherapie immer wieder betone, ist die
Förderung der Eigenwahrnehmung, Selbstreflexion, -ständigkeit, -verantwortung und -regulationsfähigkeiten der Klientin in den Sitzungen, aber auch und vor allem außerhalb derselben. In anderen Worten: Eine Klientin, die kommt und möchte, dass die Therapeutin alles für sie tut, wird nicht weit kommen.

Ebenso wenig darf eine Therapeutin oder spirituelle Begleiterin ihre Klientin von sich abhängig machen oder davon abhalten, sich selbst, ihre Gefühle und Bedürfnisse wahr zu nehmen, ihr Toleranzfenster für Stress zu erweitern, kurz: sich zu entwickeln, auch wenn das bedeutet, dass sie sich von ihr weg entwickelt.

Denn das ist zutiefst gesund! Das Gegenteil ist auf Dauer ungesund.


Hilfe zur Selbsthilfe
ist deshalb ein wichtiger Punkt, ebenso wie ihr nichts abzunehmen, was sie bereits selbst kann und sie nur in den Angelegenheiten zu “bemuttern”, in denen die Klientin ausdrücklich darum gebeten hat oder offensichtlich noch nicht in der Lage ist, sich selbst zu helfen.

Ich nenne das “Die Klientin arbeitet, nicht ich.” :)

Das heißt aber auch: Eine gute Therapeutin kann und darf bei einer Klientin, die Kind bleiben will und beharrlich darauf besteht, dass irgendjemand im Außen für sie tut, was sie selbst nicht bereit ist, für sich zu tun, nichts ausrichten. Denn das ist ihr gutes Recht. Der Auftrag und die Initiative der Klientin sind das Motoröl. Besteht kein echter Auftrag oder tiefes, freiwilliges Engagement, ist es, meiner Erfahrung gemäß, gut, die Finger davon und damit die Verantwortung bei der Klientin zu belassen.

Manchmal ist also die beste Hilfe Nichthilfe!

8. Dazu ist wiederum nur
eine Therapeutin in der Lage, die sich nicht mehr mit dem bedürftigen, inneren Kind identifiziert und deshalb nicht aus einem unbewussten Mangel, der Abwehr von Hilflosigkeit oder einer Verlustangst heraus handelt. Anders ausgedrückt: Es geht nicht darum, mein Helfersyndrom und damit mein Ego zu kultivieren, mir Anerkennung und Bestätigung zu holen oder meine Einnahmen auf Kosten der Klientin zu steigern, ebenso wenig wie ihre heimlichen Hoffnungen zu unterstützen, sie käme mit weniger als ihrem ganzen Einsatz davon, sondern sie einzuladen, sich selbst, ihre Fähigkeiten, Gefühle und Bedürfnisse zu entdecken, für sich einzustehen, zu wachsen und sich zu entwickeln.

9. Man könnte auch sagen, ich muss die
Hoffnung der Klientin darauf, dass sie die Mama oder den Papa, den sie in ihrer Kindheit vermisst hat, endlich außerhalb ihrer selbst - womöglich in mir - findet, gründlich enttäuschen, ihr helfen, sie endgültig zu begraben und ihren Verlust zu betrauern.

Denn Ziel der Freien Traumaarbeit nach Gabriele Rudolph ist eine lebendige, freie, gesunde Erwachsene, die in sich selbst, in Dem ruht, was sie wirklich ist bzw. bereit und in der Lage ist, alles zu halten, was in ihr erscheint - voller Mitgefühl, Beharrlichkeit und Geduld - auch und vor allem ohne mich!

10. Und von wem kann sie das am Besten lernen wenn nicht von einem Menschen, der genau das schon lange und noch immer selbst lebt? Auch für mich war es an bestimmten Punkten meiner Entwicklung enorm wichtig, mit einem Menschen zu sein, der genau das verkörperte, was in mir reifen wollte - gewissermaßen ein lebendiges, fühl-, sicht- und unmittelbar überprüfbares Vorbild und Gegenüber - nicht nur in Form von Videos, Texten und klugen Sprüchen.

Und die sich dessen auch bewusst ist und mir durch ihr lebendiges Wesen, das viel tiefer und stärker wirkt als Worte und Lehren, vermittelt, was ich suche bzw. spiegelt, was ich (ohne es bereits verkörpert zu haben) bereits bin. Und die natürlich auch echte, nicht konzeptuelle Grenzen setzt!

11. Nicht zuletzt ist natürlich die Komeptenz der Therapeutin elementar. Sie muss in der Lage sein zu erkennen,

*
was für ein Trauma oder Thema in einer Klientin gerade wirkt, da jedes Trauma/Thema eine andere Art des Herangehens erfordert, bzw.
*
wo die Klientin in ihrem Prozess gerade steht, um organisch mit ihr mitgehen zu können * welche Hirnareale gerade aktiv sind, in Verbindung gesetzt, motiviert werden müssen, um alte emotionale bzw. Körperreaktionen zu entkoppeln bzw. neu zu verbinden,
* wie, welche körperlichen Beschwerden auf Traumata zurückzuführen sind und wie sie mittels Traumaarbeit aufgelöst werden können, d. h. sie braucht auch Erfahrung im Bereich Psychosomatik.

Meiner Ansicht nach ist nur eine Medizin, die auch die psychischen Zusammenhänge erkennt und miteinbezieht, eine gute Medizin. Ebenso muss eine gute Traumatherapie auch somatische Bezüge herstellen und damit arbeiten können. Logisch, oder?

12. Und:
Die Beziehung zwischen Klientin und Therapeutin, d. h. auch die Chemie und der Rapport spielen eine große Rolle! Meiner Erfahrung gemäß braucht es eine echte Vertrauensbeziehung zu einer Therapeutin, Mentorin oder Lehrerin, um tiefe Transformation zu erfahren. Nur wenn wir in Liebe sind, zuallererst natürlich mit uns selbst, aber auch mit dem Menschen, von dem wir (ver)lernen wollen, sind wir dazu bereit, über unsere Gewohnheiten, Ängste, Widerstände und Schmerzen hinauszugehen, uns zu trauen, uns zu zeigen und dadurch neue Erfahrungen zu machen anstatt die alten zu wiederholen.

Eine Therapeutin mag gefällig oder finanziell günstig sein, dich verwöhnen und dir angenehme Erfahrungen vermitteln. Sie mag dir auch das Gefühl geben, dass du endlich mal etwas für dich tust. Aber wenn ihre Art zu sein, zu arbeiten und zu leben dich nicht tief berührt, Klarheit bringt und kräftig aufräumt (!), dich in deine Kraft ebenso wie an deine schmerzhaftesten Themen bringt, investierst du viel Zeit und Geld für nichts.

Denn: Traumata sind hartnäckige Gefährten. Wenn du nur mit halbem Herzen dabei bist, gewinnen sie kräftig an Land.

13. Deshalb ist, nicht zuletzt, auch Freude ein wichtiges Element: Die Freude daran, dich zu entdecken, immer tiefer und besser kennenzulernen, dich auszuprobieren, Fehler zu machen, zu (ver)lernen, deine Grenzen auszutesten, neue Wege zu erkunden etc.

Denn: Ohne Freude und Spiel ist alles nichts. :)

Das mag nun alles ein wenig aufwändig klingen. Ist es aber gar nicht, da dieser Prozess organisch geschieht. Das heißt, der größte Teil der Arbeit geschieht OHNE die Therapeutin und - meistens - wie von selbst. Eine wirklich gute Therapeutin wird nur gebraucht, um dich in den Prozess einzuführen und dir zu zeigen, wie du dich dabei am besten selbst begleitest und, vor allem, was die Fallen sind, auf die du achten musst.

So brauchen die meisten Menschen bei mir gewöhnlich nur ein oder zwei (Telefon- oder persönliche) Sitzungen, in denen sie neue Erfahrungen machen, die sie dann in ihrem Alltag ausprobieren bzw. integrieren können - oder auch nicht.

Manche kommen auch über eine gewisse Zeit immer wieder, v. a. wenn es gerade “brodelt” und manche immer wieder mal, um neu entstandene Fragen, Verirrungen oder Probleme zu klären, sich gewissermaßen mit meiner Hilfe immer wieder neu zu kalibrieren und dabei wieder neue Erfahrungen zu machen und umzusetzen - je nachdem wie stark der Drang zu wachsen und sich zu entdecken ist.

Und manche brennen lichterloh und wollen erst wieder damit aufhören, wenn alles Wesentliche geklärt ist :) Denn: Sich selbst entdecken, kennenlernen und zu erforschen, wie sich das Gelernte in den Alltag umsetzen lässt bzw. was dich bisher daran hinderte, macht Spaß (wenn nicht, ist was schief!) und wird vom Leben enorm unterstützt - einfach, weil es natürlich und gesund ist!

Und: Deine Selbstregulations- und Bewältigungsfähigkeiten wachsen dabei eifrig mit.

Besonders dein Körper dankt es dir. Denn er fühlt sich um Kilos leichter. Enorme, bisher in den Traumata gebundene, Energien werden frei, Spannungen lösen sich und mit ihnen häufig auch chronische Krankheitsmuster.

Na, Lust auf eine Entdeckungsreise oder darauf, zu lernen, Menschen auf einer solchen zu begleiten? Denn all das, was ich hier beschrieben habe, ist Teil der Ausbildung zur Begleiterin in Freier Trauma-, Innerer-Kind- und Körpertherapie.

Sei herzlich willkommen!

(aus: "Endlich frei! - Traumata als Tor zur Freiheit" von Gabriele Rudolph)

☸ڿڰۣ—☸ڿڰۣ☸ڿڰۣ ☸ڿڰۣ—☸ڿ ☸ڿڰۣ—☸

Einzel-/Paarberatung   Workshops   Sattsang   E-Books   Videos   Ausbildung

☸ڿڰۣ—☸ڿڰۣ ☸ڿڰۣ—☸—☸ڿڰۣ ☸ڿڰۣ—☸ڿ ☸ڿڰۣ—☸


Das innere Kind und die Stille | Traumata als Tor zur Freiheit | Beziehung - Wie geht (Selbst)Liebe wirklich?
Ausbildung - Werde selbst Wegbegleiter | Sei still und lasse dich vom Leben beschenken
Den Körper durch Bewusstsein heilen | Bist du es dir wert, glücklich zu sein?
Home | Über Mich | Aktuelles | Kontakt | Lexikon | Impressum/Datenschutz