Co-Abhängigkeit - Was ist das?

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Der Begriff der "Coabhängigkeit" wurde ursprünglich nur für die Partner von süchtigen Menschen verwendet.

Sie ist eine recht häufige Art der Trance. Melody Beatty nennt sie auch die "Sucht, gebraucht zu werden".

Frauen wie Männer sind davon gleichermaßen betroffen. Die geläufigsten Süchte sind gewöhnlich die Alkohol-, Drogen- und Nikotinsucht. Aber ebenso häufig kommen Arbeits-, Macht-,  Sex-, Ess-, Romanzen- und Beziehungssucht vor.

Co-Abhängige neigen zu den vier letzteren, den sogenannten "braven" Süchten. Allerdings müssen Co-Abhängige nicht unbedingt in einer Beziehung leben und sie sind auch nicht immer mit Süchtigen zusammen.

Typisch für sie ist einfach, dass sie andere Menschen zum Mittelpunkt ihres Lebens machen
. Ihr eigenes Leben erscheint ihnen zu langweilig und unbedeutend. Erst durch ein Gegenüber, durch Kinder, Partner, Freunde oder Menschen, denen sie helfen können, bekommt ihr Leben einen Sinn. 

Sie verlassen sich und ihr Wohlbefinden für Anerkennung von anderen und opfern vieles dafür, was bis zur völligen Selbstaufgabe führen kann. Typisch für einen Co-Abhängigen ist die Opfer-  bzw. die häufig aussichtslose Helferrolle, wohingegen das Gegenüber die Rolle des (Übel-)Täters oder Bedürftigen übernimmt.

Süchtigen wie Co-Abhängigen sind bestimmte Verhaltensweisen gemeinsam, die die Abhängigkeit voneinander aufrechterhalten und wirkliche Nähe zu sich selbst und Anderen unmöglich machen.

Denn ein inneres Kind, das gelernt hat, die eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer zurückzustellen, um zu überleben bzw. um geliebt zu werden, geht davon aus, dass es nur bekommt, was es braucht, indem es sich selbst und andere kontrolliert und manipuliert.

Diese Beziehungen basieren auf der Aufrechterhaltung unausgesprochener Verträge - nicht auf Ehrlichkeit mit dir selbst, Selbstliebe, Respekt und echter Wertschätzung.

Sie sind zutiefst unbefriedigend, da die Betroffenen intuitiv spüren, dass das, was sie aufgrund dieser Verträge erhalten, nicht vor allem freiwillig und in Liebe, sondern aus Angst vor dem Verlassenwerden gegeben wird und dass dadurch der Preis für die Aufrechterhaltung dieser Verträge sehr hoch ist.

Sollte dennoch eine/r die vorgeschriebenen Verhaltensweisen durchbrechen, löst dies tiefsitzende, kindliche Ängste aus, die natürlich nicht offen angesprochen sondern durch Schuldzuweisungen, Vorwürfe, dramatische Auftritte, Machtkämpfe und Aggressionen bis hin zu Gewalt vermieden und ausagiert werden.

Gewöhnlich verlässt dann einer der beiden den anderen und geht eine neue, ähnliche Verbindung ein, in der dasselbe von Neuem beginnt.

Einer der Verträge in solchen Beziehungen lautet: "Ich erlaube dir die Illusion, weiterhin ein abhängiges Kind zu sein, deshalb weckst du mich nicht aus meiner Trance. Da ich einwillige, nicht in Liebe mit mir, wach, lebendig, erwachsen, glücklich und frei zu sein, musst auch du das tun. Wenn ich nicht darauf bestehe, dass du deine schlechten Angewohnheiten änderst, dann verlässt du mich nicht und bringst mich auch nicht dazu, meine eigenen schlechten Angewohnheiten zu hinterfragen."

All das macht diese Art von Beziehung höchst unbefriedigend, anstrengend und bedrückend.
Besonders belastend ist sie auch für Kinder, Freunde und andere Angehörige. Sie werden von den Problemen erdrückt und fühlen sich meist nicht in der Lage, gesund damit umzugehen. Tatsächlich tragen sie häufig zur Aufrechterhaltung des Vertrages bei, indem sie die ihnen zugewiesenen Rollen spielen bzw. ebenfalls co-abhängig werden.

Genesung ist deshalb erst möglich, wenn mindestens eine/r aus einem solchen System bereit ist,

* aus dem Vertrag auszusteigen, d. h. die ungesunde Trance nicht mehr aufrechtzuerhalten
* sich sich selbst zuzuwenden
* seine/ihre Gefühle und Bedürfnisse wahr- und zu sich zurückzunehmen
* sich nicht mehr mit dem bedürftigen, verlassenen inneren Kind und seinen Gefühlen zu identifizieren
* d. h. zu sehen, dass man inzwischen erwachsen ist und der/die andere nicht die Aufgabe hat, seine/ihre Mama zu sein
* mit sich und dem Partner ehrlich zu sein
* die Glaubens- und Kompensationsmuster des inneren Kindes bzw. lieblosen Erwachsenen zu hinterfragen
* evtl. dahinterstehende Traumata zu erkennen und sich genau anzusehen
* um aus ihnen, d.h. aus dem Glauben, jemand zu sein, der sich und andere kontrollieren/manipulieren muss, um zu überleben, zu erwachen (siehe auch Sattsang)
* zu lernen, gut für sich selbst zu sorgen
* und sich ein Umfeld an bewussten, gesund denkenden, fühlenden und lebenden, d. h. wachen Menschen zu suchen, ein Umfeld, das sich nicht in diese Art von Abhängigkeit zu verstricken bereit ist, wodurch es möglich ist, neue, konstruktive, gesunde und v. a. nährende Erfahrungen zu machen und dadurch Rückfälle zu verhindern.

(aus: Gabriele Rudolph, "Einladung zu einem Quantensprung - Ausbildung in Freiem Coaching, Freier Trauma-, Innerer-Kind-, Körper- und Paararbeit nach Gabriele Rudolph, mehr dazu unter http://www.quantennlp.de)

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