Trauma und Partnerschaft

Lebst du in ein einer lebendigen, freien oder traumatischen Beziehung?

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Die meisten Menschen gehen ständig Beziehungen ein, denken aber wenig darüber nach, warum sie das tun, und so haben sie, wenn die Beziehung zu Ende geht, ebenso wenig Ahnung, was dazu geführt hat und was sie dazu beigetragen haben, dass diese Beziehung unbefriedigend verlief – für alle Parteien.

Kurz: Sie lernen nicht aus ihren Fehlern.

Auch beklagen sich viele Menschen darüber, ja, manche finden es sogar normal, dass mit den Jahren die Sexualität einschläft, die Freude an der Partnerschaft verloren geht, die Unzufriedenheit zunimmt, ja, immer mehr Langeweile einkehrt bzw. Streitigkeiten, Machtspiele bis hin zu heftigsten Dramen, Missbrauch und Gewaltanwendung stattfinden.

Dabei stellen sich ganz natürlich Fragen wie „Wie kommt das?“ und „Ist es möglich, Beziehungen zu leben, in denen die Freude an der Beziehung ebenso wie an der Sexualität sich vertieft, ja, zunimmt?“ und, wenn ja, „Wie geht das?“.

Nun, ich weiß, dass es solche Beziehungen gibt. Der Grund dafür, dass sie bisher noch immer eher eine Seltenheit darstellen, liegt meiner Erfahrung gemäß darin, dass eine lebendige Beziehung ein hohes Interesse an sich selbst, an Selbstreflexion, Wahrhaftigkeit, liebevoller Kooperation und persönlichem Wachstum voraussetzt und sie die üblichen Vorstellungen in Bezug auf Beziehung und „Wer bin ich wirklich?“ in Frage stellt. Trotz diesen hohen Anforderungen mache ich in meiner Praxis die Erfahrung, dass immer mehr Paare sich dazu entschließen, weil sie traditionelle Beziehungsmodelle als unbefriedigend, selbst- wie fremdschädigend erfahren haben.

Der Grund dafür liegt darin, dass traditionelle, „normale“ Beziehungen aus bestimmten Motiven eingegangen werden, nämlich

  1. um traumatische Gefühle zu vermeiden, d. h. sich nie wieder so einsam, alleine, verloren, hilflos und ungeliebt zu fühlen wie einst als Kind und

  2. um nicht das falsche Selbstbild, das die meisten Menschen gebildet haben, um traumatisierende Situationen zu überleben, zu hinterfragen.

In anderen Worten: Die meisten Menschen gehen Beziehungen ein, um einen Mangel zu vermeiden bzw. zu beheben, der nicht mehr bzw. nur scheinbar existiert, einfach weil sie fest an diesen Mangel glauben und sich mit dem traumatisierten, inneren Kind (Schattenkind) identifizieren – mit allen damit verbundenen Folgen.

Um diese These zu veranschaulichen hier eine Gegenüberstellung zwischen der rein nutzen-, kontroll- und machtorientierten Beziehung und meinem Modell einer echten, lebendigen Liebesbeziehung, das vor allem auf Beobachtungen bei meiner Arbeit mit Paaren sowie eigenen Erfahrungen beruht. Dabei habe ich mich, v. a. was die Begrifflichkeiten und Definitionen betrifft, von Tobias Ruland und David Schnarch inspirieren lassen:

Nutzenorientierte, „normale“, narzisstische, traumatische Beziehung/“kollusive Allianz“

Liebesbeziehung, lebendige, freie, intime, kooperative Beziehung

Motiv: Reine Bedürfnisbefriedigung, Versorgtwerden, Stärkung eines schwachen bis nicht vorhandenen Selbstwerts, Angst vor dem Alleinsein, Suche nach Geborgenheit, Halt, Liebe, Sicherheit etc.

Motiv: Anziehung, Liebe, Freude, echtes Interesse an sich selbst und dem Gegenüber, der Wunsch, sich selbst im anderen zu erkennen, zu erwachen, bewusst zu sein, zu (ver)lernen, Freude am Erleben echter Nähe und Intimität, Verbindung schaffen

Grundlage: Besitz/Nutzungsdenken: Das Gegenüber wird wie ein Gegenstand gesehen/behandelt, den man in seinen Besitz bringt/erobert. Dann gehört er einem und man bringt nur noch wenig bis keine Aufmerksamkeit auf, um etwas zur Verbindung beizutragen.

Grundlage: Freundschaft, Liebe, Interesse, Freude daran, zu geben und zu nehmen, die Verbindung lebendig zu erhalten und zu nähren, insoweit sie beiden Freude bereitet. Bewusstsein dafür, ob Geben und Nehmen ausgeglichen sind. Keinerlei Interesse daran, das Gegenüber auszubeuten, auszunützen oder zu überfordern. Das Wissen darum, dass nichts sicher noch selbstverständlich ist und weder Mann noch Frau irgendein Recht auf die Zuwendung bzw. Liebe des Gegenübers hat!
 

Grenzen: Kein bis wenig Respekt vor Grenzen, die nur geachtet werden, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist oder evtl. Nachteile mit sich bringen kann, wenn man/frau sich nicht daran hält. Tendenziell fordernd/manipulatives Verhalten, ,Ärger/Angst, wenn Gegenüber nicht „funktioniert“, womöglich Bedürfnisse hat, die einem nicht in den Kram passen. Missbrauch, Übergriffe, der Versuch, das Gegenüber unter Druck zu setzen, Ausbeutung, Erpressung, Einforderung von Loyalität normal.

Grenzen: Großer Respekt vor den eigenen Grenzen und Bedürfnissen wie die des Gegenübers. Freude daran, dem Gegenüber Freude zu bereiten. Großes Bewusstsein für und Vermeiden von Verletzungen, Übergriffen, Missbrauch etc.

Zerfall der Beziehung/Trennung bzw. Neigung zu heftigen Konflikten bei Nichterfüllung/Enttäuschung der an das Gegenüber/die Partnerschaft gerichteten Wünsche und Erwartungen. Interesse am Gegenüber lässt schnell nach, sobald Bedürfnisse befriedigt, Ziel scheinbar erreicht ist.

Kein sofortiger Verfall bei Ent-Täuschung oder Problemen, da diese als Einladung zur Selbsterkenntnis und -beruhigung, zum (Ver)Lernen, Kennenlernen und zur gemeinsamen Problemlösung genutzt wird; Die Beziehung ist niemals sicher, die Zuwendung niemals selbstverständlich. Zugleich herrscht eine tiefe Verbindlichkeit. Probleme sind also immer eine interessante Einladung, sich weiterzuentwickeln.

 

Geringe bzw. bedingte Wertschätzung für sich selbst und das Gegenüber, geringe Selbst- und Fremdachtung

Große (Selbst)Liebe, Wertschätzung für sich und das Gegenüber, hohe Selbst- und Fremdachtung

Kaum bis gar keine Eigenverantwortlichkeit, Neigung, die eigene Veranwortung/Schuld zu leugnen/zu ignorieren bzw. sie anderen zuzuschieben (Opfer-Täter-Helfer-Dynamik).
Wenig bis kein Interesse an Selbstregulierung, -kritik, -reflexion, Achtsamkeit

Hohe Eigenverantwortlichkeit, hohes Interesse an Selbstregulierung, selbstwirksamem Handeln, scheinbare Fehler werden offen zugegeben, Natürliche Fähigkeit und Bereitschaft, Scham/Schuld etc. anzusprechen und sich zu entschuldigen.

Unbewusstes Ziel: oberflächliche Behebung des persönlichen Mangelgefühls/Unbehagens, das durch den Glauben an eine falsche Identität entsteht

Bewusstes Ziel: sich einlassen, sich selbst und das Gegenüber näher kennen- und schätzen zu lernen, Freiheit und Liebe, Autonomie und Symbiose in Einklang zu bringen, Bewusstheit, Bewusstwerdung, Klarheit, Wachstum, Erwachen, Verkörperung von Bewusstsein. Konstruktiver, achtsamer, klarer, freundlicher Umgang miteinander (Bitte, Danke), Ziele/Träume werden gemeinsam erarbeitet und umgesetzt

Hohe Werte: Bedürfnis-/Lustbefriedigung
Vermeidung von Hinsehen/Klarheit, Unbedingte Loyalität, Gehorsam
Hierarchien, Macht/Machtmissbrauch
Tabus, Geheimnisse, Liebesillusionen, Sicherheit, Schutz, „Machen“, Aktion

Hohe Werte:
Qualität der Begegnung, Wohlbefinden der Beteiligten, Liebe, Freiheit/Freiwilligkeit, innerer Frieden/Stille, Vertrauen, Bewusstheit, Klarheit, Wahrheit, liebe- und respektvolle Kommunikation und Kooperation, Nüchternheit, Gesundheit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Transparenz, Verbindlichkeit, (Selbst)Verantwortung, Würde, echte Intimität, Aufbau und Erhalt von Verbindung, Aktion statt Reaktion, Würde des Menschen, Mann/Frau können über alles miteinander reden.

Eher mageres Interesse/Commitment bzw. Engagement der beteiligten Parteien, mehr Schein als Sein

Hohes Interesse/Engagement/Commitment der beteiligten Parteien, mehr Sein als Schein

Probleme/Unbehagen führen zu Streit, Drama, Machtspielen bzw. zu Verlassen, Verleugnen, Missbrauch,
Verletzungen, Wegstoßen, Abgrenzung, Ausbeutung, Schuldzuweisungen, Erpressung, (Re-)Traumatisierungen, Gewalt, Krieg etc.

Probleme/Unbehagen werden genutzt, sich selbst und das Gegenüber kennenzulernen, hin- statt wegzusehen, sich selbst kritisch zu hinterfragen, die Fähigkeit zur Selbstberuhigung zu erlernen, zu üben und zu vertiefen, eigene Bedürfnisse und Probleme zu erkennen und mitzuteilen (konstruktive Konfrontation), eine „kooperative Allianz“ (Tobias Ruland) zu gründen, gemeinsam konstruktive Lösungen zu erarbeiten, zu wachsen, miteinander vertrauter zu werden, die Verbindung bzw. das Vertrauen in die Verbindung zu stärken

An der Tagesordnung: Langeweile, Vermeidungsverhalten, Vorwurfshaltung (da man die Ursache für Probleme in der Beziehung tendenziell beim Gegenüber sieht und sich selbst, das eigene Verhalten, Fühlen oder Denken nicht hinterfragt, Selbstkritik und konstruktive Konfrontationen vermieden werden), Tabus, Verletzungen, Missbrauch jeglicher Art, Schuldzuweisungen, Ausbeutung, Überforderung, Mobbing, Falsche Hierarchien (oben/unten), Unterwerfung, Arroganz, respektloses Verhalten, Machtspiele, offene oder versteckte Angriffe, offene wie versteckte Verachtung, Erpressung, Beziehung als Geschäft, Übergriffe, starre Regeln,

 

An der Tagesordnung: Respektvolles, angemessenes Verhalten, Lebendigkeit, Freude, Offenheit, Freiheit, Wertschätzung, echte Nähe/Intimität, lebendige Kommunikation und Sexualität, ehrliche Gespräche/Konfrontationen, Probleme/Konflikte werden offen angesprochen, liebevolle Berührungen, gegenseitige Unterstützung, bedingungsloses Geben und Nehmen, situationsgemäße, bedürfnis- und verbindungsorientierte, flexible Regeln, Bitten, wenn man/frau etwas möchte, ein Danke, wenn man/frau/kind etwas bekommt.

Destruktive Symbiose.
Behinderte oder geschwächte Mitglieder werden wenig geachtet, benachteiligt, schlecht be- bis misshandelt, Schwächen ausgenützt;
beruht auf symbiotischen Verstrickungen.

Konstruktive Symbiose: Die Bedürfnisse aller Beteiligten werden wichtig genommen und berücksichtigt, behinderte oder geschwächte Mitglieder werden geschützt/integriert.

Symbiotische Verstrickungen werden bewusst gemacht und aufgelöst.

Das Gegenüber zu verletzen, wegzustoßen, respektlos und von oben nach unten bzw. unten nach oben zu behandeln sowie zu traumatisieren wird ohne Zögern in Kauf genommen

Jeder Beteiligte ist sich sofort bewusst, wenn er der Beziehung/dem Gegenüber schadet und weiß, dass er sich dadurch selbst Schaden zufügt. Deshalb sofortiges Bemühen/Bereitschaft, einen (scheinbaren) Fehler zu erkennen, zuzugeben und, soweit möglich, ihn wiedergutzumachen.

Echte Intimität wird vermieden, da sie zu Erkenntnissen führen könnte, die Unbehagen/das alt-bekannte Mangelgefühl, traumatische Erinnerungen hochholen könnten

Selbst- wie fremdbestätigte Intimität, wobei der selbstbestätigten Intimität eine besondere Bedeutung zukommt

Sexualität eher funktional bzw. zum reinen Lustgewinn, häufig Missbrauch, Ausbeutung, gegenseitiges Benutzen,

Interesse nimmt mit der Zeit merklich ab

Sexualität als Ausdruck von Lebensfreude, die sich verschenken möchte, von Liebe, echter Intimität und dem Wunsch, sich und dem anderen Freude zu bereiten; Interesse bleibt mit der Zeit bestehen, nimmt eher zu

Faule Kompromisse, Anpassung, Unter- und Überordnung, Hierarchien, die der Unterdrückung oder dem Selbstschutz/eigenen Vorteil dienen, die Bedürfnisse mindestens einer Partei müssen zurückstecken.

Keine faulen Kompromisse, nur echte Lösungen, die die Bedürfnisse aller Beteiligten soweit wie möglich berücksichtigen. Freude an dem Zusammensein, konstruktive Kooperation sowie echte Hingabe ermöglichen erstaunliche, überraschende Lösungen

Kaum bis gar keine Augenhöhe

Augenhöhe mit sich selbst und damit dem Gegenüber

Ich = Wir (Anpassung und Loyalität werden eingefordert)

Ich + Ich = Wir (es werden keine Anpassung noch Loyalität eingefordert, zugleich besteht gewöhnlich eine gesunde Form der Loyalität, die auf der freiwilligen Entscheidung für die Beziehung beruht.

Geben und nehmen als Geschäft/nach starren, meist unausgesprochenen Regeln (Reziprozitätsprinzip)

Geben und Nehmen geschieht freiwillig und gerne, kein Zwang oder Druck, keine oder offen ausgesprochene, freiwillige Absprachen

Zwang, Unterordnung, Erpressung

Freiwilligkeit, kein Entscheidungsdruck

Niedriger Selbstwert der beteiligten Parteien

Hoher Selbstwert der beteiligten Parteien. Bereitschaft, die Beziehung zur Disposition zu stellen, wenn wichtige Werte verletzt werden

Konflikte/Stress führen zu:
Angriffen, Flucht, Erstarrung, Trennung (da das daraus entstehende Unbehagen sofort beseitigt/unterdrückt wird), Erpressung, Liebesentzug, Druck, Angst, oberflächliche Lösungen, faule Kompromisse, Unterdrückung, Ausbeutung etc.
Häufig wenig Impulskontrolle/wenig differenzierte, sehr kurzfristige, schnelle Lösungen

Konflikte/Stress führen zu:
* sofortiger Selbstberuhigung
* augenblicklichem Hinsehen/Analyse aus der Stille
* Suche nach Ursachen (nicht nach Schuld), um sie zu beheben
* Suche nach konstruktiven, stressfreien, befreienden, liebevollen und nachhaltigen Lösungen für alle Beteiligten
* konstruktiver Konfrontation
* dabei: Vermeiden von Verletzungen, Schuldzuweisungen, Vorwürfen etc.

Vorwiegende Gefühle: Langweile, Einsamkeit, (unterdrückte Wut), Groll, Angst, Scham, Unzufriedenheit, Hilflosigkeit, Ohnmacht

Vorwiegende Gefühle/Zustände: Zufriedenheit, Freude, Klarheit, Liebe, Zärtlichkeit, Freiheit, Verbundenheit, Geborgenheit, Gefühl von Selbstwirksamkeit u. Selbstvertrauen

Nutzen-, kontroll-, machtorientiertes, manipulatives Handeln

bedingungslose Hingabe an den Moment, die Stille/Liebe, die Bedürfnisse aller Beteiligten bzw. an das Ziel der Beziehung
Respekt und Liebe im Vordergrund

Konfrontation wird vermieden oder dient vorwiegend einer Machtdemonstration/einem Angriff oder endet in Vermeidung/Flucht/sinnlosen, Diskussionen/Besserwissereien/Kleingeistigen Streitigkeiten

Konfrontation wird nicht bzw. nur vermieden, wenn ein Konflikt destruktiv wird/zu sinnlosen Diskussionen/Gefasel etc. führt, es kann und muss über alles gesprochen werden

Vermeiden von Selbsterkenntnis, klarem Sehen, dem Nichts, der Stille

Bewusstheit, Selbsterkenntnis, klares Sehen, Stille, bedingungslose Liebe stehen im Vordergrund

Macht/Fähigkeiten werden zur Durchsetzung eigener Interessen, Kontrolle, Manipulation, Unterordnung, Ausbeutung und Erpressung genutzt

Macht/Fähigkeiten aller Parteien dienen dem Schutz, der Heilung, Erkenntnis, dem Wachstum und Wohlergehen aller Beteiligten sowie der Beziehung, dem Aufbau und Erhalt der Verbindung

Überlebens- und Ablenkungsstrategien wie Sucht (Alkohol, Nikotin, Drogen, Arbeit, Essen, Vergnügen, Musik, nach Anerkennung/Aufmerksamkeit/Bestätigung etc.), Zerstreuung, unentwegte Beschäftigung, Macht, Drama, Sex. Opfer-Täter-Helfer-Dynamiken sind Alltag.

Hinsehen und Auflösung von destruktiven Überlebens- und Ablenkungsstrategien zugunsten von klarem Sehen, Nüchternheit, Bei-Sich-sein, Selbstberuhigung ohne Suchtmittel, Selbstwirksamkeit, Sensibilität

Die jeweiligen Parteien denken gewöhnlich hauptsächlich/nur an sich und ihren unmittelbaren Vorteil, den sie aus einer Verbindung ziehen und handeln deshalb wenig verantwortlich bzw. geben nur vor, bewusst, freundlich und entgegenkommend zu sein. Sehr kurzfristig gedachte Lösungen. Offene wie versteckte Manipulation spielt hier eine große Rolle.

Jede Partei einer „kooperativen Allianz“ fühlt sich zutiefst verantwortlich für den Erhalt der Beziehung/liebevollen Verbindung und tut ihr Allerbestes, ihren Beitrag dazu zu leisten auch wenn das Gegenüber dazu gerade nicht in der Lage ist bzw. richtig Mist baut! Dazu kann auch gehören, sich zurückzuziehen bzw. die Beziehung so freundlich wie möglich zu beenden, um das Gegenüber mit seinen Machenschaften zu konfrontieren bzw. stehenzulassen.

Kinder dienen ebenfalls den Bedürfnissen der Eltern, werden also zur Beseitigung des Mangelgefühls/Unbehagen bzw. zur Erhöhung des Selbstwerts der Eltern gezeugt und benützt. Traumagefühle und Überlebensstrategien werden an sie weitergegeben. Sie müssen funktionieren – wie ihre Eltern.

Kinder sind die Freude und der Stolz der Eltern, sie werden als eigenständige, lebendige Wesen wahrgenommen und zärtlich versorgt. Klare Grenzen werden, soweit nötig, liebevoll gesetzt. Eltern bilden, um sie großzuziehen, eine kooperative Allianz, in denen das Wohlergehen aller im Vordergrund steht.

In einer lebendigen Beziehung besteht Bewusstheit darüber, dass Machtspiele, Streitigkeiten, Verletzungen, offene und versteckte Ablehnung, Wegstoßen, emotionale Verschmelzung, unnötige bzw. destruktive Hierarchien, Missbrauch, Übergriffe, Unterdrückung, Tabus, Ausbeutung und Überforderung nicht nur die Beziehung vielmehr auch das (Selbst-)Vertrauen und den Selbstwert eines Menschen zersetzen. Deshalb werden sie soweit wie nur möglich vermieden. Freiheit, Liebe, Wahrheit und das Wohlbefinden des Einzelnen stehen also weit über Macht, Kontrolle, Rechthaben, Bestätigung, Anerkennung, Abgrenzung, Habenwollen, Sicherheit und Fortschritt.

Das macht eine solche Beziehung zu einer großen Hereinforderung, da sie ein hohes Maß an Selbstliebe, (Eigen-)Verantwortung, Verbindlichkeit, Selbstintimität, -reflexion und -kritik etc. erfordert. 

Aber wie geht das? Wie komme ich dahin? Mehr dazu im weiteren Verlauf des E-Books "Wie geht (Selbst)Liebe wirklich?" von Gabriele Rudolph)

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Seminarwochenende "Trauma und Partnerschaft"

Termin
siehe hier.

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Siehe auch die Videos zum Thema!

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