Wo überforderst du dich? - Trauma und Grenzüberschreitung

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Ein Trauma geht gewöhnlich mit einem starken Gefühl der Überforderung, Hilflosigkeit, dem Gefühl existentiellen Bedrohtseins und der Angst einher.

Das hat einen guten Grund. Denn gewöhnlich werden dabei deine Grenzen massiv überschritten, sei es bei einem körperlichen, sexuellen oder emotionalen Missbrauch, einem Unfall, einem Arztbesuch oder einer Operation, Mobbing, bei Gewalterfahrungen, extremer Vernachlässigung, dem Verlust eines geliebten Wesens oder wenn du dich plötzlich von wesentlichen Bezugspersonen verlassen fühlst.

Diese Erfahrungen überschreiten das Bewältigungsvermögen eines Kindes ebenso wie eines erwachsenen bzw. alten Menschen, wobei die Stärke der Überforderung bei gleicher Belastung von zwei Menschen subjektiv unterschiedlich empfunden werden kann.
In anderen Worten: Jeder Mensch reagiert anders auf ein- und dieselbe Belastung.

Und da ein Trauma die Tendenz hat, sich zu reinszenieren, neigen wir, sobald es reaktiviert wird, wieder dazu, uns zu überfordern, d. h. „ja“ zu sagen, obwohl wir „nein“ meinen, Dinge zu tun, die uns keine Freude bzw. Stress bereiten, uns zugunsten der Zuwendung und dem Wohlwollen anderer zu vernachlässigen, ja, sogar zu übergehen, kurz: traumatischen Überlebensmechanismen zu folgen anstatt unserem angeborenen, natürlichen Gespür für das, was uns gut tut. So flüchten wir uns z. B. in die Dissoziation, wenn unsere Grenzen überschritten werden, das heißt wir schneiden uns von unseren Gefühlen ab, atmen ganz flach, gehen in den Kopf, erzählen uns, was wir alles “müssen” (Ich-muss-Trance) und funktionieren. Da wir uns dabei von uns selbst abschneiden, sind Gefühle von Überforderung, Einsamkeit, Druck, Wut, Hass, Burnout etc. eine natürliche Folge.

Aber vor allem nehmen unsere Ängste zu: die Angst vor Überforderung, vor traumatischen Gefühlen und Körperempfindungen und dem Körper als Sitz derselben, vor Menschen und Situationen, die dich überfordern könnten, da du deine Grenzen nicht mehr spürst und dich deshalb nicht mehr effektiv schützen kannst und zuletzt auch die Angst vor den von dir erlernten Überlebensmechanismen, mit denen du dich selbst überforderst.

Kurz: Du traust dir selbst, deinen Gefühlen, deinem Körper und Denken nicht mehr. Du bist dir selbst entfremdet. Und so kommst du idealerweise dann irgendwann zu mir oder einem anderen Heilpraktiker in Psychotherapie, Therapeuten oder Coach, um dir Hilfe zu holen. Denn jeder Mensch hat Grenzen und es ist absolut notwendig, sie zu spüren und zu schützen. Kannst du das nicht, wirst du dich kontinuierlich im Stich lassen – wie du als Kind im Stich gelassen wurdest.

Und so besteht meine Aufgabe darin, dich wieder zu dir selbst zurückzuführen, genau zu all dem, vor dem du – vielleicht dein ganzes Leben – geflohen bist – allerdings nicht überfordernd, sondern behutsam, liebevoll und doch direkt.

Dabei ist es wichtig, wieder Vertrauen ins Leben, in dich, deine Wahrnehmungen, Empfindungen und Gefühle, d. h. auch und vor allem in deinen Körper, seine Fähigkeiten und Grenzen wieder zu finden, dich neu kennen- und spüren zu lernen, eventuelle Widerstände respektvoll wahrzunehmen und zu (er)hören, anstatt sie – wie du es gelernt hast – zu übergehen und damit zu erfahren, dass dabei keine von all den erwarteten und vom Kopf suggerierten Katastrophen passieren – im Gegenteil: dass das unglaublich gut tut und dich direkt nach Hause führt - in die Stille, den Frieden, die bedingungslose Liebe und Freiheit, die du in Wirklichkeit bist.

Und von dort aus fällt es dir dann immer leichter, dich selbst - spielerisch und ohne Hilfe von außen - zu schützen, deine Bedürfnisse wahr- und für voll zu nehmen, für sie einzustehen, kurz: dich wieder kennen- und schätzen zu lernen, gut für dich und deine Lieben zu sorgen und alles, was du selbst nicht tun kannst, ohne dich zu überfordern oder unter Druck zu setzen, dem Leben zu überlassen.

Was für eine Erleichterung!

(aus: "Endlich frei! - Traumata als Tor zur Freiheit" von Gabriele Rudolph)

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